Neulich beim Einkaufen: Ich stehe in der Schlange an der Kasse, ziemlich nervös, weil ich spät dran bin. Ich sehe eine Studentin ihr Geld hervorklauben, um ihren Energy Drink zu bezahlen. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Ach und jetzt ausgerechnet noch diese alte Dame direkt vor mir. Warum muss sie ausgerechnet jetzt Katzenfutter einkaufen? Die hat doch den ganzen Tag Zeit. Gleich wird sie nach ihrer Brille suchen, dann in ihrer Handtasche nach dem Portemonnaie wühlen und anschliessend Münz herauszählen.

Ich verdrehe die Augen vor Ungeduld. In diesem Moment hält die Dame ihre Kreditkarte an den Zahlterminal und bezahlt – zack – kontaktlos. Lächelnd dreht sie sich um, wie wenn sie gespürt hätte, was ich denke, und meint zufrieden: «Kontaktlos zahlen ist einfach, bequem und schnell, finden Sie nicht auch?.» «Tatsächlich», murmle ich und finde vor lauter Verlegenheit meine Kreditkarte nicht.